Friday, December 02, 2005

Wie Wahr:


Bloggen wir täglich, haben wir kein Sozialleben.
Bloggen wir selten, ist das Blog nicht interessant.
Bloggen wir kurze Einträge, fehlt das Talent für längere Texte.
Bloggen wir lange Einträge, haben wir nichts besseres zu tun.
Ist das Design zu schlicht, hat das Blog kein authentisches Gesicht.
Ist das Design bunt, ist das Blog nicht cool genug.
Ist das Design selbstgemacht, ist man einer dieser Nerds/Geeks.
Ist das Design nicht selbstgemacht, ist es billigste Massenware.
Schreibt man anspruchsvoll, will man sich nur wichtig machen.
Schreibt man einfach nur so, verfasst man überflüssige Banalitäten.
Schreibt man Unterhaltung, will man bloss um Besucher buhlen.
Schreibt man Nachdenkliches, ist man peinlicher Befindlichkeitsblogger.
Wird man nicht von Ehrgeiz getrieben, ist man anspruchslos.
Wird man von Ehrgeiz getrieben, fühlt man sich über andere erhaben.
Wird man von Gefühlen geleitet, ist man heulsusig bis weinerlich.
Wird man nicht von Gefühlen geleitet, ist man gefühlskalt.
Ist man hilfsbereit, wird man ausgenutzt.
Ist man nicht hilfsbereit, wird man beschimpft.
Ist man offen für Kommunikation in den Comments, ist man wahllos und manipulierbar.
Ist man zurückhaltend in den eigenen Comments, ist man arrogant und unhöflich.
Interessiert man sich für Toplisten und die eigene Position darin, ist man eine arme Wurst.
Interessiert man sich nicht für Toplisten und die eigene Position, dann deswegen, weil man sowieso nicht mithalten könnte.
Läuft das Blog auf der eigenen Website, nimmt man das Bloggen zu wichtig.
Läuft das Blog bei einem Bloghosting-Provider, ist Bloggen einem kein echtes Blog wert.
Kümmert man sich um seine eigenen Angelegenheiten, ist man nicht vernetzt genug.
Kümmert man sich um das, was andernblogs geschieht, ist man nur auf Backlinks aus.
Kümmert man sich um das Blogosphärengeschehen, hat man wohl kein echtes Leben.
Kümmert man sich nicht um die Blogosphäre, ist man ignorant und sowieso von vorgestern.
Bloggt man als Frau Fotos von sich, will man nur den Mädchenbonus ausspielen.
Bloggt man als Frau keine Fotos von sich, ist man zu hässlich dafür.
Bloggt man friedlich, fehlt die Durchschlagkraft.
Bloggt man nicht friedlich, hat man Defizite.
Hat man eine Blogroll, bewegt man sich im Sumpf verfilzter Kreise.
Hat man keine Blogroll, ist man unbeliebt.
Hat man ein Impressum, hält man sich für zu wichtig.
Hat man kein Impressum, ist man eine anonyme Lachnummer.
Erzählt man, wenn man Probleme hat, ist man ein exhibitionistischer Jammerlappen.
Erzählt man es nicht, wenn man Probleme hat, ist man oberflächlich, wahlweise verkorkst.
Erzählt man, wenn man andere Blogger trifft, ist man ein Angeber.
Erzählt man nicht, wenn man andere Blogger trifft, hat man was zu verbergen.
Reagiert man auf Memes, Stöckchen, Trackbacks und Co, schleimt man rum.
Reagiert man nicht auf Memes, Stöckchen und Co, ist man arrogant.
Schreibt man Einträge übers Bloggen, will man nur Reaktionen fischen.
Schreibt man keine Einträge übers Bloggen ...


Quelle: moving-target.de

Sunday, November 27, 2005

Du bist Deutschland.
Du bedienst dich am Geld anderer.
Du belügst deine Mitmenschen auf dreisteste Art.
Du leugnest Tatsachen.
Du hast Allmachtsphantasien.
Du hackst auf denen herum, die unter dir stehen und schleimst bei den Übergeordneten.
Du bedenkst deine Genossen und die bereits Wohlhabenden mit Zuwendungen und nimmst den Ärmeren das bißchen, was sie noch haben.
Du verdrehst die Tatsachen so lange und so oft, wie es dir passt.
Du machst Gesetze für multinationale Großkonzerne und opferst dafür die Rechte deiner Bürger.
Du bespitzelst deine Mitmenschen und denunzierst sie.
Du trittst die Bürgerrechte mit Füßen und pfeiffst auf die Gewaltenteilung.

Denn Du bist Deutschland. Es fragt sich nur, wie lange deine Wähler noch Deutschland sein wollen!



Du bist Deutschland...
denn du hast noch Arbeit zu Dumpinglöhnen
denn du hast keine Arbeit aber Hartz IV
denn du kennst die Kinderarmut aus eigener Erfahrung
denn du bist Rentner und somit ein Sozialfall
denn du bist gesetzlich krankenversichert und somit Patient 2.Klasse
denn du besitzt Telefon und Computer und somit mußt du überwacht werden
denn du besitzt ein Auto und somit mußt du noch mehr überwacht werden

denn du bist ein freier und mündiger Bürger auch wenn deine Rechte
von Woche zu Woche mehr beschnitten werden

Friday, November 25, 2005

Kumoon
Thema: Spiel, Indiespiel

Mal eine neue Spielidee. Man schießt mit einem Kücken auf Kisten. Der Haken ist, man darf nur einmal schießen.

Download unter http://mayoneez.1g.fi/kumoon/

Den Review gibts bei d-frag.de:
http://d-frag.de/blog/2005/11/25/kumoon

Wednesday, November 23, 2005

Futurezone Artikel
Thema: Musikindustrie, IP

Die Musikindustrie versucht nun auf EU-Ebene dem Raupkopierer-Pack zuleibe zu rücken, indem sie fordert, das alle IP-Addressdaten aller Nutzer von ihr generell eingesehen werden können.

Meine Meinung dazu dürfte eigentlich klar sein: "Spinnen die jetzt komplett, krininalsieren da einfach mal alle Internetnutzer weil sie vielleicht ein Verbrechen begangen haben könnten?"




Musikindustrie fordert Datenspeicherpflicht
Der internationale Verband der Musikindustrie fordert vom EU-Parlament ein Zugriffsrecht auf die Log-in-Daten und IP-Adressen aller EU-Bürger. Bisher war ein Einblick nur bei Verdacht auf Terrorismus oder organisiertem Verbrechen vorgesehen.

Über den Ableger Creative and Media Business Alliance hat die IFPI, der internationale Verband der phonographischen Industrie, die Ausweitung der in Arbeit befindlichen Richtlinie zur Datenspeicherpflicht [Data Retention] gefordert.

Sogar die am meisten kritisierten Richtlinienentwürfe des Rats hatten in der Präambel enthalten, dass diese personenbezogenen Daten aus dem Internet-Verkehr und den Telefonnetzen nur bei Verdacht auf Terrorismus oder organisiertes Verbrechen von den Telekoms angefordert werden dürfen.

Ausdehnung "auf alle Verbrechen"
Nach dem Willen der IFPI sollte der Geltungsbereich der Richtlinie auf "alle Verbrechen" - also auch jenes der Copyright-Verletzung - ausgedehnt werden.

Dabei reicht etwa in Österreich das angedrohte Strafausmaß bei weitem nicht, um den Tatbestand eines schweren Verbrechens zu erfüllen.

Nach Willen des IFPI soll in diesem Fall künftig das jeweils höchste verfügbare Strafausmaß eines EU-Staates als Grundlage dienen.

Die Behinderung der Strafverfolger
Anschließend an die 2001 angenommene Copyright-Richtlinie, die der Musik- und Filmindustrie ohne Gerichtsbeschluss weitgehende Auskunftsrechte bei Internet-Providern einräumt, fordert die IFPI nun vom Parlament Zugriff auf die gespeicherten Log-in-Daten und jeweiligen IP-Adressen.

Nach dem Richtlienentwurf des Rats sollte auch die MAC-Adressen der Benutzer-Hardware ausgelesen und gespeichert werden.

Damit die [oben zitierte] Copyright-Richtlinie auch sinnvoll sei, sei es notwendig, dass die Provider die Daten auch genügend lange speicherten, heißt es in dem Schreiben.

Die vom Parlament verlangte Entschärfung einiger Punkte der Richtlinie würde die Strafverfolger dabei behindern, Musikpiraterie zu verfolgen.

[Futurezone / Erich Moechel]

"Halbes Jahr ist Minimum"
Die geplante Speicherpflicht für Internet-Logs und IP-Adressen von einem halben Jahr sei überdies als das absolute Minimum anzusehen, so die Musikindustrie.
Der laufende Richtlinienentwurf

© 2005 | alle Rechte vorbehalten




Quelle: Musikindustrie fordert Datenspeicherpflicht

Tuesday, November 22, 2005

Gartenhausblog
Thema: DIY

Wie bastelt man sich ein Gartenhaus aus PVC-Rohren.

Dieser Blog hat das ganz gut dokumentiert:
http://pvcgreenhouse.blogspot.com/

Monday, November 21, 2005

Überwachung des Individualverkehrs
Thema: Überwachungsstaat

Der österreichische Verkehrsminister Hubert Gorbach eifert wieder mal Schily nach und fordert den Einbau einer Blackbox in jeden Privatpkw [1]. Ich beschäftigte mich ein bischen näher mit der Sache und stieß auf einen Artikel auf futurezone.orf.at [2] der die Sache genauer auf den Punkt bringt.

Zitat von Hubert Gorbach [1]:
"Vizekanzler Hubert Gorbach [BZÖ] kündigt eine EU-weite Diskussion zur Überwachung des gesamten Individualverkehrs an. Aufgezeichnet werden sollen neben Wetterdaten auch Geschwindigkeit und Reaktionszeiten der Fahrer.

Privat-Pkws könnten in naher Zukunft ebenso lückenlos überwacht werden wie die zivile Luftfahrt."

Natürlich wird diese Maßnahme mit der besseren Nachweisbarkeit, der genaueren Abrechnung usw. gerechtfertigt.

Naja, wollen wir mal sehen wer von dieser Blackbox profitiert:
  • Versicherungen (Teilschuld)
  • Polizei (Nur mal kurz nachsehen, wo sie gewesen sind)
  • Staat (Kontrolle)
  • Hersteller

Mal davon abgesehen das die Blackbox alleine 500 € kostet, von der Installation ganz zu schweigen.

Für Firmenflotten ist das ganze ja noch okay, aber bei Privatpkws würde das doch nur auf eine lückenlose Überwachbarkeit abzielen, oder?

[1] Österreich will EU-Unfallschreiber für PKW vorschlagen
[2] Eine "Black Box"für Österreichs Pkws

Sunday, November 20, 2005

Die Geißel des 21. Jahrhunderts
Thema: Spiele, Killerspiele, Verdummung

Nein, in diesem Beitrag beschäftige ich mich nicht mit dem schlechten Einfluss von Killerspielen, des Fernsehens, usw...

Stattdessen wollen wir uns heute mit Kritikern dieser Medien auseinander setzen. Kritiker die auf schnelle Reaktionspolitik anstatt auf eine guten Langzeittest Wert legen. Kritiker die wegen eines kleinen Amoklaufes einer psychisch gestörten Person ganz schnell alle "Killerspiele" verbieten wollen. Kritikern denen wir dieses Jugendschutzgesetz zu verdanken haben welches Jugendlichen den Zugriff auf harmlose Shooterdemos nimmt (zumindest am Kiosk) und den Jugendlichen welche ein entsprechendes Abo besitzen, härtere Demos geliefert hat.

Im Endeffekt führt dieses Jugendschutzgesetz dazu, dass der gesamte deutschsprachige Raum mit abgespeckten, entschärften und oftmals sogar lächerlichen Spielen verseucht wird.

Ein gutes Beispiel hierfür ist das bekannte Spiel "Comand & Conquer: Generals" welches bereits ein sehr gutes Spiel für sich selber ist. Leider war den Aktionspolitikern die gesamte Aufmachung des Spiels ein Dorn im Auge.
Das Ergebnis kennen wir ja: Umbenennung der Spielparteien, Roboter statt Menschen, rollende Waschmaschinen statt Terroristen, blecherne Vertonung und der absolut idiotische Name "Comand & Conquer: Generäle". Bloß weil zu dieser Jahreszeit das Thema Krieg insbesondere der Krieg gegen den Terror absolute Brisanz hatte? Bloß weil die erste Mission zufällig die Eroberung Bagdads beinhaltete?

Naja, zurück zum Thema. In der Ausgabe der FAZ vom 18. November 2005 hat der Author "kau" eine Glosse geschrieben (Siehe [1]), die genau in das Schema des Aktionspolitikers passt (Lasst es uns schnell verbieten!).

Als Reaktion auf diese Glosse schrieb Richard vom bekannten deutschen Spieleblog Antigames eine höchst amüsante Gegenglosse (Siehe [2]).

Fazit: Ich finde das die Auswirkungen von Killerspielen überbewertet wird. Sie mögen zwar manchmal zu sozialer Vereinsamung, Depressionen und sonstigen Kram führen, aber was solls. Jugendliche unter 18 sollten halt von ihren Eltern kontrollolliert werden, anstatt alle Gamer über 18 des deutschsprachigen Raumes mit minderwertigen Titeln zu verdammen.

[1] FAZ - kau -> "Medienkonsum - Die Kinder sind schuld"
[2] Antigames.de - Schuld sind immer die Anderen!